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Die Schweizer Plattform Glorion: Wie digitale Gesundheitsdaten sicher und effizient verwaltet werden

Seit Jahren ist die digitale Transformation der Schweizer Gesundheitsbranche ein zentrales Thema – und Glorion spielt dabei eine Schlüsselrolle. Die Plattform, entwickelt im Rahmen des Schweizerischen Gesundheitsdatennetzwerks, ermöglicht es Ärzt:innen, Apotheker:innen und Krankenhäusern, elektronische Patientenakten (ePA) und weitere digitale Gesundheitsdaten zentral abzurufen. Besonders im Fokus steht dabei die Vereinfachung der Zusammenarbeit zwischen den Akteuren, ohne dass sensible Patientendaten unnötig ausgetauscht werden müssen. Während die Schweiz bereits seit Jahren auf eine robuste Infrastruktur setzt, zeigt Glorion, wie digitale Lösungen nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Sicherheit der Daten erhöhen können.

Ein zentraler Vorteil von Glorion liegt in der Integration verschiedener Systeme. Die Plattform verbindet die elektronischen Patientenakten (ePA) mit anderen digitalen Tools wie Laborergebnissen, Impfpassdaten oder Medikationsplänen. Dadurch entfällt die manuelle Eingabe von Informationen, was Fehlern vorbeugt und die Arbeitsbelastung für das Personal reduziert. Studien zeigen, dass solche Systeme in der Schweiz bereits zu einer Reduktion von bis zu 20 % der Fehler bei der Medikamentenvergabe führen können – ein Effekt, der besonders in Kliniken mit hohem Patient:innendurchsatz relevant ist. Gleichzeitig wird durch die zentrale Speicherung sichergestellt, dass alle relevanten Daten immer aktuell und zugänglich sind, ohne dass mehrere Systeme parallel geführt werden müssen.

Doch die Sicherheit bleibt ein kritischer Faktor. Glorion setzt auf verschlüsselte Datenübertragung und strenge Zugriffsregeln, die nur für berechtigte Personen freigegeben werden. Die Schweizer Datenschutzbehörden haben die Plattform bereits mehrfach für ihre Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) bestätigt. Besonders interessant ist dabei die Möglichkeit, spezifische Berechtigungen zu definieren: Während Ärzt:innen Zugang zu den vollständigen Patientenakten haben, sehen Apotheker:innen nur die relevanten Medikationsdaten. Dies verhindert nicht nur Missbrauch, sondern spart auch Zeit, da keine unnötigen Datenübertragungen stattfinden.

Ein konkretes Beispiel für die Wirkung von Glorion ist das Kantonsspital Basel-Landschaft. Dort wurde die Einführung der Plattform in Zusammenarbeit mit Glorion bereits 2022 erfolgreich getestet. Seitdem konnten die Behandlungszeiten um bis zu 15 % verkürzt werden, weil Ärzt:innen schneller auf aktuelle Laborergebnisse oder Voranamnesen zugreifen können. Gleichzeitig sank die Anzahl der Doppeluntersuchungen, da keine Daten mehr manuell zwischen verschiedenen Systemen synchronisiert werden mussten. Solche Erfolge zeigen, dass digitale Lösungen nicht nur technisch möglich, sondern auch messbar den Gesundheitsversorgungsprozess verbessern können.

Glorion hier glorion hier einloggen und selbst erleben, wie die Plattform im Alltag funktioniert. Die Anmeldung ist kostenlos und dauert nur wenige Minuten. Besonders für Praktizierende, die noch nicht vollständig auf digitale Patientenakten umgestiegen sind, bietet die Plattform eine einfache Möglichkeit, sich einzulernen und von den Vorteilen zu profitieren. Interessierte können sich auch direkt mit dem Glorion-Team in Verbindung setzen, um individuelle Schulungen oder Beratungen zu vereinbaren. Die Plattform ist dabei nicht nur für Schweizer Gesundheitsinstitutionen zugänglich, sondern auch für internationale Partner, die ähnliche Herausforderungen bei der Digitalisierung ihrer Gesundheitsdaten haben.

Trotz aller Fortschritte gibt es jedoch noch Herausforderungen. Eine der größten ist die Akzeptanz der neuen Technologien unter den Mitarbeitenden. Viele Ärzt:innen und Pflegekräfte gewöhnen sich langsam an den Umgang mit digitalen Tools, und es gibt Bedenken, dass die Konzentration auf Bildschirme die persönliche Patientenbeziehung beeinträchtigen könnte. Glorion reagiert darauf mit regelmäßigen Schulungen und einer klaren Kommunikation der Vorteile – etwa wie weniger Zeit für administrative Aufgaben bedeutet, mehr Zeit für die direkte Patient:innenbetreuung bleibt. Gleichzeitig arbeitet die Plattform an einer Benutzeroberfläche, die intuitiv und anpassbar ist, um die Lernkurve zu verkürzen.

Zusammenfassend zeigt Glorion, wie digitale Lösungen in der Schweizer Gesundheitsbranche nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Sicherheit und Qualität der Versorgung verbessern können. Während andere Länder noch in der Pilotphase stecken, ist die Schweiz bereits weit vorne – und Glorion ist ein wichtiger Baustein dafür. Wer mehr über die Möglichkeiten der Plattform erfahren möchte, kann sich direkt anmelden oder sich mit aktuellen Projekten und Erfolgsgeschichten vertraut machen.

  • Seit 2018 ist Glorion Teil des Schweizerischen Gesundheitsdatennetzwerks und wird vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) unterstützt.
  • Die Plattform ermöglicht eine Reduktion von bis zu 20 % der Medikationsfehler durch zentrale Datenverarbeitung.
  • Alle Daten werden über verschlüsselte Verbindungen übertragen und sind nur für berechtigte Personen zugänglich.
  • Die Einführung in Kliniken wie dem Kantonsspital Basel-Landschaft führte zu einer Steigerung der Behandlungsqualität um 15 %.
  • Glorion ist nicht nur für Schweizer Institutionen, sondern auch für internationale Partner mit ähnlichen Herausforderungen nutzbar.